Steuerlicher Überblick zur Vermietung

Falls Sie Immobilien besitzen, die Sie zu Wohn- oder zu Geschäftszwecken vermieten bzw. anderen Personen zur Nutzung überlassen, dann müssen Sie diese Einnahmen dem Finanzamt mitteilen. Unter bestimmten Umständen sind für diese Einkünfte Einkommensteuer und Umsatzsteuer bzw. Gebühren zu entrichten.

Einnahmen aus VERMIETUNG und Einkünfte aus VERPACHTUNG

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung gehören in Deutschland zu den in § 2 Abs. 1 Nr. 6 EStG genannten sieben Einkunftsarten und zählen zu den Überschusseinkünften. Gesetzliche Grundlage der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung ist § 21 EStG.

Ermittlung der Einkünfte

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung werden durch den Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten ermittelt (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 EStG). Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind Überschusseinkünfte und keine Gewinneinkünfte. Sie sind nach § 2 Abs. 1 Nr.6 EStG steuerpflichtig.

Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung

Einkünfte aus Vermietung und VerpachtungZu den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung gehören vorausgesetzt, diese Einkünfte sind nicht schon einer anderen Einkunftsart zuzurechnen. Die Einkünfte sind grundsätzlich in dem Jahr steuerlich zu erfassen, in dem sie zugeflossen sind (Zuflussprinzip. Ausnahme: Regelmäßige wiederkehrende Einnahmen).
  • Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung von unbeweglichem Vermögen, insbesondere von Grundstücken, Gebäuden, Gebäudeteilen, Schiffen, die in ein Schiffsregister eingetragen sind, und Rechten, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen (z. B. Erbbaurecht, Mineralgewinnungsrecht);
  • Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung von Sachinbegriffen, insbesondere von beweglichem Betriebsvermögen;
  • Einnahmen aus zeitlich begrenzter Überlassung von Rechten, insbesondere von schriftstellerischen, künstlerischen und gewerblichen Urheberrechten, von gewerblichen Erfahrungen und von Gerechtigkeiten und Gefällen;
  • Einnahmen aus der Veräußerung von Miet- und Pachtzinsforderungen, auch dann, wenn die Einnahmen im Veräußerungspreis von Grundstücken enthalten sind und die Miet- oder Pachtzinsen sich auf einen Zeitraum beziehen, in dem der Veräußerer noch Besitzer war vorausgesetzt, diese Einnahmen sind nicht schon einer anderen Einkunftsart zuzurechnen.
Die Einnahmen sind grundsätzlich in dem Jahr steuerlich zu erfassen, in dem sie zugeflossen sind (Zuflussprinzip. Ausnahme: Regelmäßige wiederkehrende Einnahmen). Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Unter Einhaltung der Creative-Commons-Lizenz

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung



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