In der Steuererklärung werden Einkünfte aus Kapitalvermögen in der Anlage KAP angegeben. Damit sind Kapitalerträge gemeint die aus Kapital entstanden sind, welche Teil des Privatvermögens des Steuerpflichtigen ist. Einkünfte aus dem Kapitalvermögen sind generell nicht als Werbungskosten absetzbar, es gibt allerdings einige Ausnahmen.

Wer dennoch Steuern sparen möchte sollte sein Kapitalvermögen auf Eltern oder Kinder übertragen damit diese den Sparer-Pauschbetrag nutzen können. Dies ist besonders dann attraktiv wenn die Kinder keine eigenen Einkünfte haben da dann zudem der Grundfreibetrag von 8130 Euro genutzt werden kann.

Die Kapitalertragsteuer ist grundsätzlich auf 25 % angesetzt und dem hinzu kommen eventuell noch die Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag, Mehr Infos zum Thema sowie einen entsprechenden Steuerrechner finden Sie hier.
Dabei wird die Steuer direkt von den ausschüttenden Gesellschaften einbehalten, ähnlich wie bei der Lohnsteuer. Wenn der Sparer-Pauschbetrag anfällt stellt die Bank einen Freistellungsauftrag aus und es wird keine Steuer abgegolten.

Dieser Freistellungsauftrag lässt sich auf mehrere Banken aufteilen und muss in Kraft treten bevor es zur Auszahlung von Kapitalerträgen kommt da der Sparer-Pauschbetrag sonst erst in der späteren Veranlagung berücksichtigt werden kann. Was hierbei noch wichtig zu wissen ist: wer seinen Pauschbetrag auf mehrere Bankverbindungen verteilt sollte dies in der Steuererklärung genau vermerken da die Banken dem Finanzamt jede steuerfreie Auszahlung mitteilen. So kann vermieden werden, dass es zu lästigen Nachfragen kommt und das Finanzamt Kontoübersichten von den betroffenen Banken anfordert.

Wer keine Einkommenssteuer zahlen muss und dennoch Kapitalerträge hat muss übrigens keine Kapitalertragsteuer zahlen. Dafür muss beim Finanzamt die Nichtveranlagungsbescheinigung beantragt werden die dann der Bank vorgelegt werden muss. Die NV-Bescheinigung gilt drei Jahre lang und verpflichtet die Banken dennoch dazu steuerfrei ausgezahlte Kapitalerträge zu melden. Wer bei verschiedenen Banken über ein Depot verfügt, kann sich eventuelle Verluste bescheinigen lassen und kann diese dann mit Gewinnen aus anderen Depots verrechnen. Wenn ein Verlust nicht verrechnet werden kann besteht zudem die Möglichkeit, dass er vom Finanzamt im Folgejahr berücksichtigt wird.

Ein weiteres Thema mit dem Sie sich näher beschäftigen sollten ist die sogenannte verdeckte Gewinnausschüttung. Hierbei handelt es sich um eine Vermögensminderung die nicht auf einem Gewinnverteilungsbeschluss der Gesellschaft beruht. Sie kommt zum Tragen wenn ein unangemessen hohes Gehalt gezahlt wird oder ein Darlehen zinslos oder zu einem besonders niedrigen Zinssatz ausgezahlt wird.

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